Wo sollte man in Immobilien investieren?

Die Zeiten, in denen Du Dein Geld gewinnbringend auf einem Konto bei der Bank anlegen konntest, sind vorbei. Die Nullzinspolitik macht bei Anlegern ein Umdenken erforderlich. Wer heute Renditen erwirtschaften will, muss investieren. Immobilieninvestitionen sind hier das Mittel der Wahl. Doch Immobilie ist nicht gleich Immobilie. Ganz entscheidend für die Rentabilität Deines Investments ist die Lage der Immobilie. Um Dein Geld nicht auf das falsche Pferd zu setzen, musst Du die Lage der Immobilie unbedingt genaustens analysieren. Wir erklären Dir, auf was Du dabei achten musst!

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Die Bedeutung der Lage

Die Lage ist wahrscheinlich der wichtigste Ausschlaggeber bei der realistischen Bewertung einer Immobilie. „Lage“ ist dabei nicht einfach mit „Adresse“ gleichzusetzen. Wenn Makler und Investoren über die Lage eines Objekts reden, musst Du Dich immer fragen, ob die Makro- oder Mikrolage gemeint ist. Beide Kategorien sind von großer Bedeutung für die Auswahl der richtigen Investitionsimmobilie. Was sich hinter den Begriffen verbirgt, erfährst du jetzt.

Die Makrolage bei der Bewertung einer Immobilie 

Die Makrolage beschreibt die Standortbesonderheiten einer Immobilie auf regionaler Dimension. Entscheidend für die Immobilienbewertung ist hier beispielsweise, in welchem Teil Deutschlands das Objekt liegt. Der Immobilienwert eines Objekts in Mecklenburg-Vorpommern wird sich anders entwickeln als der einer Immobilie in Baden-Württemberg. Liegt das Objekt in einer Metropolregion, ist ebenso entscheidend für die zukünftige Wertentwicklung. Die Makrolage gibt auch Aufschluss darüber, ob Flughäfen, Autobahnen oder Bahnhöfe erreichbar sind. Zudem findet auch die Prosperität der Region Berücksichtigung bei der Einschätzung der Makrolage der Immobilie.

Bei der Auswahl einer Investitionsimmobilie gilt es immer, die goldene Mitte der Makrolagen zu finden. Natürlich willst Du in eine Immobilie mit guten Wertentwicklungschancen investieren. Objekte mit perfekter Makrolage in Metropolregionen mit exzellenten regionalen Anbindungen kosten aber auch entsprechend viel Geld. Es dauert dann mitunter länger, bis sich Dein Investment rentiert. Besser ist es daher, ein Objekt in einer Makrolage zu finden, das gute Wertentwicklungsvoraussetzungen hat, zurzeit aber noch nicht total überteuert ist. Die Identifizierung zukünftiger Wachstumsregionen ist für die Makrolage entscheidend. 

Die Mikrolage einer Immobilie

Demgegenüber ist eine Analyse der Mikrolage gleichbedeutend mit einer Einschätzung des Standorts der Immobilie im Hinblick auf die direkte Umgebung. Im Mittelpunkt der Lagebewertung stehen hier Bewertungen der unmittelbaren Nachbarschaft, des Viertels oder Besonderheiten der exakten Adresse des Objekts. Für den Wert einer Immobilie ist eine gute Mikrolage entscheidend. Liegt das Objekt an einer vielbefahrenen Straße? Führen Schienen am Haus vorbei? Gibt es Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr? Befinden sich Schulen, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? Attraktivität der Immobilie und die Mieternachfrage wird von Aspekten beeinflusst, die direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Bewohner der Immobilie haben. Ist die Mikrolage schlecht, verschlechtert sich die Wertentwicklung der Immobilie und Dein Investment wird riskanter. Analysiere vor dem Investment also die Mikrolage genauestens. Nutze hierbei alle Informationen, die Du über die Nachbarschaft, das Viertel und die nähere Umgebung finden kannst. Sind viele Bauprojekte im Viertel geplant? Entsteht Wohnraum? Werden Shopping-Passagen gebaut? All dies gibt Dir Aufschluss darüber, welche Entwicklung im Stadtteil zu erwarten ist.

Der Aufholeffekt: Auch für Immobilien relevant 

Beim Aufholeffekt handelt es sich um ein wirtschaftswissenschaftliches Phänomen. Demnach erreichen vergleichsweise arme Volkswirtschaften tendenziell schneller ein großes Wirtschaftswachstum als reiche Volkswirtschaften. Anders ausgedrückt: Arme Länder haben ein wesentlich größeres Wachstumspotenzial als reiche.

Eine Übertragung des Effekts ist auch auf die Immobilienwirtschaft möglich. Verstehst Du den Aufholeffekt, kannst Du smarte Investitionen machen. Im Zusammenhang mit Immobilienlagen bedeutet der Aufholeffekt, dass Objekte in Top-Lagen ein kleineres Wertwachstumspotenzial haben als Objekte in schlechteren Lagen. Während hochpreisige Immobilien im Stadtzentrum nur einen geringen Wertzuwachs erfahren, steigen die Preise von Immobilien in suboptimalen Regionen vergleichsweise stark. Besonders interessant für Investitionen sind somit die Speckgürtel rund um die Großstädte. Während die Kaufpreise für Immobilien in den Städten explodieren, Investitionen hier also nicht so rentabel sind, kosten vergleichbare Immobilien in Randregionen viel weniger. Da diese Randregionen dank des Aufholeffekts aber in naher Zukunft wesentlich größere Wertzuwachsentwicklungen erfahren werden, ist Deine Investition hier viel besser aufgehoben. Den Aufholeffekt kannst Du Dir somit auch bei Immobilieninvestitionen zunutze machen. 

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