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A Diamond is forever: Die härteste Währung der Welt

In den 1940er-Jahren wurde der Londoner Diamantenproduzent und -händler De Beers mit dem Slogan „A Diamond is forever” berühmt. Diese Einsicht steht bis heute sinnbildlich für die Wertbeständigkeit und Strahlkraft der seltenen Edelsteine. Neben der Verarbeitung in kostbaren Schmuckstücken, erfreuen sich Diamanten einer wachsenden Beliebtheit als krisensichere Sachwertanlage. Erfahren Sie, warum Diamanten eine attraktive Anlageklasse darstellen und auf welche Qualitätsmerkmale Investoren dabei achten sollten.

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Diamanten: Ein Naturwunder

Diamanten sind ein natürlich vorkommendes Mineral, liegen meist in Form von oktaederförmigen Kristallen vor und entstanden vor Millionen von Jahren, hunderte Kilometer unter der Erdkruste. Die begehrten Edelsteine sind das härteste natürliche Material der Erde und wurden deshalb schon im alten Griechenland „adamas" (der Unbezwingbare) genannt. Seine einzigartige Struktur verdankt der Diamant dem enormen Druck und der glühenden Hitze, unter denen Kohlenstoff in den Tiefen der Erde komprimiert und damit modifiziert wurde. An die Erdoberfläche gelangen die edlen Steine durch vulkanische Aktivitäten. Doch die Chance, einen Diamanten zu finden, ist sehr gering. Zum einen, weil das Verhältnis von den Edelsteinen zum Muttergestein nur bei eins zu einer Million liegt. Zum anderen, weil Rohdiamanten vollkommen unscheinbar aussehen, bevor sie in einem langwierigen Prozess geschliffen und poliert werden. 

Natürliche Diamanten sind aufgrund des begrenzten Vorkommens und der aufwendigen Förderung entsprechend wertvoll. In der Regel müssen mehrere Tonnen von Erde durchsucht werden, bevor ein Diamant gefunden wird. Aufgrund dieser Seltenheit und des „inneren Wertes” sind sie sehr begehrt: In der Industrie werden die Edelsteine wegen ihrer enormen Härte zum Schneiden, Schleifen und Polieren harter Materialien genutzt. Daneben eignen sich Diamanten als zeitlose Schmuckstücke oder krisensichere Geldanlage – sie stellen einen hohen Vermögenswert auf extrem kleinem Raum dar.


Qualität erkennen anhand der 4C’s

Der Wert eines Diamanten bemisst sich nach den Qualitätskriterien „Carat“, „Cut“,  „Clarity“ und „Color“ – den sogenannten „4C’s“.

  • Carat (Gewicht)

Karat ist die Einheit, die zur Gewichtsangabe von Diamanten verwendet wird. Seit 1913 wird Karat basierend auf dem metrischen System gemessen, sodass ein Karat 0,2 g entspricht. Es gibt allerdings keinen linearen Zusammenhang zwischen dem Gewicht eines Diamanten und seinem Preis, da sich der Wert nach dessen Schliff, Farbe und Reinheit bemisst.

  • Cut (Schliff)

Beim Cut gilt es, Schliff-Form und Schliff-Qualität zu unterscheiden. Die Form des Diamanten (z. B. oval, herzförmig oder rund) ist mit bloßem Auge leicht zu erkennen. Dagegen bedarf es Expertenwissen und spezieller Geräte um festzustellen, ob ein Diamant sachkundig geschliffen und gut proportioniert ist. Denn vom richtigen Schliff hängen das gesamte Erscheinungsbild und das „Funkeln” des Edelsteins ab.

  • Clarity (Reinheit)

Reinheit ist das Ausmaß, in dem ein Stein frei von natürlichen Imperfektionen ist. Je mehr Einschlüsse oder Flecken ein Diamant hat, desto geringer ist sein Wert. Das Prädikat lupenrein (flawless) erhält ein Diamant erst, wenn äußere und innere Merkmale wie Einschlüsse bei zehnfacher Vergrößerung selbst von Experten nicht mehr auszumachen sind. Lupenreine Diamanten kommen äußerst selten vor.

Das Gemological Institute of America (GIA) hat folgende Reinheitsskala für geschliffene Diamanten eingeführt, die international Anwendung findet:

  • Color (Farbe)

Experten geben die Farbe von Diamanten mit Buchstaben von D bis Z an. Dabei steht D für die höchste Farbstufe und Z für die tiefste. Wenn Farbe im Diamant präsent ist, dann ist die Fähigkeit, Licht zu reflektieren (also zu „funkeln”), eingeschränkt. Deshalb sind die wertvollsten Diamanten farblos (D).

Doch auch Diamanten mit einer deutlichen reinen Farbe sind äußerst selten und begehrt. Diese sogenannten „Fancies” haben Tönungen außerhalb des Spektrums D bis Z und kommen in fast allen Farbnuancen vor.


Legendäre Diamanten

Besonders teure und seltene Diamanten sind häufig als „Kronjuwelen” im Besitz von Königshäusern, werden in Museen ausgestellt und manchmal von namhaften Auktionshäusern versteigert.

Zwei der teuersten Diamanten, die je auktioniert wurden, waren:

  • Der einzigartige „Blaue Wittelsbacher”, der 2008 in London für 24,3 Millionen Dollar den Besitzer wechselte.
  • Der „Princie Diamond“ ist der teuerste Diamant, der je bei einer Auktion unter den Hammer gekommen ist. Fast 40 Millionen Dollar zahlte ein unbekannter Bieter für den Diamanten von fast 35 Karat.


Legendäre Diamanten, die sich in Privatbesitz oder Museen befinden, sind zum Beispiel:

  • „Cullinan” – der größte, unbearbeitete Edelstein, der jemals gefunden wurde. Derzeit ist der Diamant von 530,2 Karat Teil der britischen Kronjuwelen und geschätzte 337 Millionen Euro wert.
  • Der berühmte „Sancy-Diamond” ist 55,23 Karat schwer und aufgrund seiner Historie von unschätzbarem Wert. Heute ist dieser Edelstein Teil der französischen Kronjuwelen und befindet sich in der Sammlung im Louvre in Paris.
  • Dieser 105,6 Karat schwere „Koh-i-Noor” ist unmöglich zu bewerten. Der Diamant erstrahlt im feinsten Weiß und hat seit seiner Entdeckung im Jahr 1294 oft den Besitzer gewechselt. Nun ist er Eigentum der britischen Krone.


Ein hochkarätiges Investment

Historisch gesehen waren Diamanten aufgrund ihrer natürlichen Knappheit und gleichzeitig hohen Nachfrage schon immer eine wertstabile Anlageklasse. Die geringe Volatilität und hohe Wertkonzentration auf kleinstem Raum machen sie zu einem attraktiven Investment. Interessenten, die nicht über spezifisches Expertenwissen verfügen, sollten jedoch Vorsicht walten lassen, um keinen Fehlkauf zu tätigen. Zum Beispiel müssen Diamanten unbedingt einen Zertifikatsnachweis besitzen. Dieser Nachweis sollte entweder vom Deutschen Diamanteninstitut oder von weltweit anerkannten Institutionen, wie der Hoge Raad voor Diamant (HRD), dem International Gemological Institute (IGI) oder dem Gemological Institute of America (GIA), ausgestellt worden sein. Käufer sollten darüber hinaus die Herkunft der funkelnden Edelsteine prüfen und auf legitime Quellen und Schleifereien achten.

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