Multi-Asset

Classic Cars: Leidenschaft und Marktwert

In diversifizierten Multi-Asset-Investmentportfolios gewinnen Classic Cars zunehmend an Bedeutung. Neben dem Liebhaberwert locken auch attraktive Renditeaussichten. Doch exklusive Young- und Oldtimer erfordern insbesondere bei der Auswahl eine fundierte Expertise. Wir stellen in diesem Blog vor, worauf Anleger bei der Auswahl eines Classic Car Investments und der Versicherung dieser PS-starken Geldanlage achten sollten. Außerdem beleuchten wir, welche Faktoren den Wert eines Classic Cars maßgeblich beeinflussen.

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Classic Cars als Anlageklasse – diese Faktoren entscheiden bei der Auswahl

Privatinvestoren, die Fahrzeuge als Geldanlage wählen möchten, kommen an Classic Cars nicht vorbei. Denn obwohl neue Luxusfahrzeuge mitunter sehr viel Geld kosten, verlieren sie schnell an Wert. Neuwagen sind als Anlage ungeeignet, da sie besonders während der ersten Jahre der Nutzung anstatt einer Wertsteigerung einen hohen Wertverlust erleben. Anders ist dies bei Classic Cars, die wie ein Fine Wine mit den Jahren an Wert gewinnen. Sie sind nicht nur kulturelle und ästhetische Schätze der Zeitgeschichte, sondern zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie als Anlageklasse eine verhältnismäßig geringe Abhängigkeit zum Aktienmarkt besitzen. 

Classic Cars sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und haben eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung: laut einer aktuellen Studie des Verbands der Automobilindustrie freuen sich 43 Prozent, wenn sie einen Oldtimer sehen, und jeder Dritte würde gerne einmal mit einem Oldtimer fahren. Darüber hinaus versprechen Classic Cars Prestige und Status. Neben harten Marktfaktoren sind Classic Cars als Anlageklasse ganz besonders durch Emotionalität gekennzeichnet: Besitzer pflegen ihre Young- und Oldtimer hingebungsvoll und präsentieren ihr edles Sammlerstück Freunden und Fans voller Stolz. Der Besitz eines Classic Cars öffnet Türen in eine exklusive soziale Schicht und gibt wertvolle Insider-Einblicke in die spezielle, sehr verschlossene Welt der Sammler von Classic Cars, zu der es nur wenige aufschlussreiche Analysen gibt. 

Bei Classic Cars müssen Anleger das richtige Gespür beweisen. Modelle wie der Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer beispielsweise waren in den 1980er Jahren noch für etwa 50.000 Euro zu haben. Heute müssen Käufer ungefähr 500.000 Euro für ein der ikonischen Flügeltürer in gutem Zustand ausgeben. Auch die legendäre „911er“ Sportwagenbaureihe von Porsche versprach in den letzten Jahren eine solide Rendite.

Bei der Investition in ein Classic Car als Wertanlage sollten Privatanleger eine gewisse Expertise mitbringen. Denn neben dem Modell selbst ist auch der Zustand für den Wert entscheidend. Ist der Motor intakt und passt die Fahrgestellnummer zum Motor? Ist der Lebenslauf des Fahrzeugs vollständig? Welche Laufleistung hat das Fahrzeug hinter sich? Besteht es größtenteils aus Originalteilen oder wurden bereits moderne Komponenten verbaut? All das sind Fragen, die es im Vorhinein zu beachten gilt und für deren Beantwortung Anleger technische Kenntnisse mitbringen müssen.


Gutachten für Classic Cars – erste Basis für die Ermittlung des Fahrzeugwerts

Genau wie Anleger Wertpapiere, Aktien, Fonds, oder ETFs vor einem Investment möglichst eingehend unter die Lupe nehmen, sollten Classic Cars erst nach sorgfältiger Prüfung für das eigene Portfolio ausgewählt werden. Erst mit fachkundig erstellten Wertgutachten können Investoren Klarheit über den tatsächlichen Wert eines Classic Cars erhalten. In den Gutachten wird genau festgehalten, ob das Fahrzeug größtenteils aus Originalteilen besteht, ob der generelle Zustand der mechanischen Bauteile in Ordnung ist und wie fahrtüchtig das Gefährt ist. 

Folgende Inhalte sind Teil eines Wertgutachtens:

  • detaillierte Zustandsbeschreibung aller relevanten Baugruppen
  • Auflistung der technischen Daten
  • Restaurierungen und Umbauten werden dokumentiert
  • Marktwert/Zeitwert und Wiederbeschaffungswert


Gutachter erstellen in der Regel entweder günstigere Kurzberichte, die sich für Gebrauchtwagen oder neue Fahrzeuge bis etwa 50.000 Euro eignen, oder ausführliche Wertgutachten, die im Detaillierungsgrad wesentlich ausführlicher sind.

In vielen Berichten wird das Ergebnis auch als eine Art Schulnote von eins bis sechs zusammengefasst, damit Käufer und Anleger auf einen Blick ein Gefühl für den Zustand des Fahrzeugs bekommen.


Technische Funktionstüchtigkeit, Ausstattung und Lagerung von Classic Cars 

Die Wertigkeit und der Wertzuwachs eines Classic Cars hängen besonders vom technischen Zustand des Fahrzeugs ab. Mit an erster Stelle für den erwarteten Wertzuwachs steht, ob das Fahrzeug funktionsfähig ist. Läuft der Motor und ist der Classic Car fahrbereit? Hat er noch eine gültige TÜV-Plakette? Daneben spielen auch die Funktion der Bremsanlage, des Getriebes und der Beleuchtung eine wichtige Rolle. Auch originale Innenausstattungen und Sitzbezüge sind von großer Bedeutung für Classic Cars als Wertanlage.

Die Karosserie vieler Classic Cars wurde noch aus unverzinktem Blech gefertigt. Daher ist Rost ein häufiger Begleiter von alten Fahrzeugen. Wenn sich dieser einmal festgesetzt hat, können umfangreiche Arbeiten nötig werden, um den Zustand zu erhalten. Regelmäßige Rostpflege bzw. -prophylaxe sind bei Classic Cars also Pflicht. 

Die Lagerung eines Classic Cars sollte möglichst geschützt vor Witterungseinflüssen aller Art erfolgen. Eine Garage oder Lagerhalle ist hierfür ideal. Zum Schutz des Lacks kann das Fahrzeug auch mit einer Plane abgedeckt werden. Wichtig ist, dass sich weder außen noch innen Feuchtigkeit festsetzen kann. Denn im Innenraum kann Feuchtigkeit zu Schimmelbildung oder Defekten an der elektrischen Anlage führen.

Wichtig für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit ist es auch, dass der Young- oder Oldtimer regelmäßig bewegt wird. Nur durch Bewegung werden alle beweglichen Teile geschmiert und gängig gehalten. Zudem wird das Verspröden von wichtigen Dichtungen vermieden. Die regelmäßige Spritztour ist daher ein wichtiges Ritual nach dem Kauf eines Classic Cars als Geldanlage.


In Classic Cars investieren – Versicherung und Steuer beachten

Ein wichtiger Teil bei der Absicherung von Schäden des Classic Cars ist der Abschluss einer umfangreichen Versicherung. Die meisten Anbieter fordern die Vorlage eines Wertgutachtens, um die Versicherungssumme festlegen zu können. Wichtig ist, dass folgende Schäden finanziell abgedeckt sind:

  • Unfallschäden
  • Diebstahl
  • Schäden durch Naturkatastrophen


Neben der Versicherung ist auch die Steuer ein elementarer Kostenfaktor. Classic Cars werden mit einem H-Kennzeichen zugelassen. Dieses erhalten Besitzer ab einem Fahrzeugalter von mindestens 30 Jahren und sofern es sich im Originalzustand befindet. Der große Kostenvorteil liegt darin, dass die Besteuerung von Fahrzeugen mit H-Kennzeichen pauschal erfolgt.


Digitale Anteile an Classic Cars – dynamische Ergänzung fürs Portfolio

Classic Cars als Wertanlage waren lange Zeit nur für fachkundige und vermögende Privatanleger geeignet. Neben technischem Verständnis und einer guten Kenntnis des Classic Cars Markts mussten Classic Cars Enthusiasten in der Vergangenheit nicht nur das nötige nostalgische Faible mitbringen, sondern auch das entsprechende Investitionskapital. Als Wertanlage für einen längerfristigen Anlagehorizont sind Classic Cars bei richtiger Pflege und Lagerung renditestarke Investitionen, denn die weltweite Nachfrage ist hoch.

Die Digitalisierung ermöglicht durch neue Technologien eine breite Öffnung dieser illiquiden Anlageklasse für Privatanleger. Dank der Tokenisierung von Sachwerten können heute auch Kleinanleger von der Wertsteigerung von Classic Cars profitieren. Digitale Anteile an Classic Cars können über spezielle Investment-Plattformen bereits zu kleinen Preisen erworben und außerdem über einen Sekundärmarkt Peer-to-Peer gehandelt werden.

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