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Solide Werte in der Coronakrise – Luxusimmobilien boomen, Luxusmarken brechen ein

Die Coronakrise sorgte nicht nur für wacklige Börsenkurse, sondern bedingt langfristig bei Konsumenten Veränderungen der Lebens- und Investitionsgewohnheiten. Viele vermögende Menschen entdecken aktuell die Luxusimmobilie wieder als familiären Lebensmittelpunkt und komfortablen Rückzugsort während stürmischer Zeiten. Anders verhält es sich dagegen im Konsumgütersegment der Luxusmarken. Hier ist die Nachfrage während der Coronakrise stark eingebrochen. Warum boomen Luxusimmobilien in Krisenzeiten und was können Luxusmarken daraus lernen?

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Starke Nachfragesteigerung von Luxusimmobilien

60 % Nachfragesteigerung von Luxusimmobilien im Juli 2020 gegenüber dem Vorjahr - diese Zahl bestätigt Sven Odia, der Vorstandsvorsitzende von Engel & Völkers. Das bedeute eine gestiegene Nachfrage in diesem Segment zwischen zwei und fünf Millionen Euro. Dabei seien die Gründe für die Nachfragesteigerung nachvollziehbar. Wenn wie gerade das Leben und Arbeiten im offenen Raum zusehends ins Private verlagert wird, stellen Luxusimmobilien mit weitläufigen Außenbereichen und Arbeits- und Hobbyzimmern für wohlhabende Menschen einen sicheren Hafen dar. 

Krisenzeiten sorgen immer für gesellschaftliche und wirtschaftliche Ungewissheit. Kaufverhalten und Wertebewusstsein verschieben sich. Zur Verringerung des Ansteckungsrisikos werden zurzeit Immobilien in Randlagen bevorzugt. Größere Wohnflächen und mehr Zimmer zur Einrichtung eines oder mehrerer Home Offices stehen wegen der Coronakrise ebenfalls hoch im Kurs. Nicht zuletzt spielt der Wunsch nach einem luxuriösen Zweitwohnsitz bei eingeschränkter Reisefreiheit eine wesentliche Rolle für den Nachfrageanstieg im Luxusimmobiliensegment. 

Einbrüche im Konsumverhalten und Verschiebung des Kaufinteresses

Mit Ausnahme des Immobiliensegments hat die Coronakrise im Luxussegment beim Konsumverhalten ebenso wie in anderen Branchen für Einbrüche gesorgt. Weltweite Flugverbote und Lockdowns haben die Innenstädte großer Metropolen leergefegt. Zu plötzlich traf es weltweit die guten Geschäfte und Adressen für Luxusmarken, als dass der Onlinehandel alles hätte abfangen können. Im Markt für Luxuskonsumgüter sind laut Bain & Company Umsatzeinbrüche von 35 % zu verzeichnen. Dies betrifft edle Uhrenhersteller genauso wie Modelabels und Schmuckfabrikanten. 

Luxus ist nicht mehr nur reiner Luxus

Neben den Umsatzeinbrüchen durch Lockdowns wirkt offenbar auch eine Verschiebung in der Definition von Luxus. Es deutet sich ein Trend an: weg vom oberflächlichen Markenprestige, das auf Namen und Labels fixiert ist, hin zu Qualität, Stabilität und Haltbarkeit als Wert. Beispielhaft dafür ist ein Interview in der Welt vom 9. Mai 2020 mit dem Kreativdirektor Olivier Saillard von der französischen Schuhmanufaktur J.M. Weston: „J.M. Weston macht keine Mode, sondern Schuhe, die (…) man 20 Jahre tragen kann.“ Ein klares Statement, mit dem sich das Unternehmen an Konsumenten richtet, die ein neues Selbstverständnis von Lifestyle und Luxus haben. 

Für die nachkommende Generation wohlhabender Millennials ist nicht mehr der massenhafte Luxuskonsum Zeichen des Wohlstands, sondern die Investition in nachhaltige und wertbeständige Konsumgüter. Lifestyle und persönliche Freiheit bekommen mehr Geltung als der Konsum von Statussymbolen. Diese perspektivische Verschiebung ist der Grund, dass Luxusimmobilien einen Aufschwung erleben, während Luxusmarken in der Krise weniger konsumiert werden. 

Bleibende Werte gewinnen an Perspektive, auch beim digitalen Investment 

Die Coronakrise hat unsere Gesellschaft verändert. Fest steht, die Pandemie hat Bewusstsein und Verhalten heute schon nachhaltig geändert und wird noch lange im Gedächtnis bleiben. Der Trend zum langfristig Werthaltigen und Soliden spielt auch bei Entscheidungen für digitale Investments immer mehr eine Rolle. Mittels Tokenisierung von Luxusimmobilien und anderen Luxusgütern wie Kunstobjekten oder Autos können sich Privatanleger digitales Vermögen aufbauen und von der steigenden Nachfrage nach Immobilien im Luxussektor profitieren. 

Dank technologischer Automatisierungen sind tokenisierte Investments von Luxusimmobilien flexibel und schnell. Kleininvestoren können zu gewählten Anteilen an Wertentwicklungen und zusätzlichen Mieteinnahmen partizipieren, ohne notariellen Verwaltungsaufwand oder Mietermanagement betreiben zu müssen. Die digitalen Beteiligungen sind mittels Blockchain-Technologie fälschungs- und manipulationssicher und jederzeit handelbar. 

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