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De Beers: Diamanten, die Geschichte schrieben

De Beers: Diamanten, die Geschichte schrieben

FINEXITY
4 Minuten 
gelesen
August 11, 2023

Vom Diamantenschürfer zum Monopolisten

Die Anfänge von De Beers liegen im südafrikanischen Kimberley, wo im Jahr 1866 auf dem Gelände der Farm der Brüder De Beer Diamanten gefunden wurden. Eine Sensation, die sich wie ein Lauffeuer verbreitete und Diamantensucher aus ganz Südafrika anlockte. Sie begannen unkontrolliert zu graben, woraufhin De Beers notgedrungen ihre Farm verkauften und die Gegend verließen. Das Land wurde daraufhin in Schürffelder aufgeteilt, die an Diamantensucher versteigert wurden. Diese kamen nach anfänglichen Sensationsfunden jedoch bald an ihre technischen Grenzen. Den erforderlichen Kapitalaufwand, um noch weiter in die Tiefe zu graben, konnten Einzelpersonen nicht decken und die Mine wurde geschlossen.

Die findigen Geschäftsleute Cecil Rhodes und Barney Barnato erkannten die Chance und kauften die nahezu wertlosen Schürfrechte der Einzelpersonen auf. Anfangs betrieben die zwei konkurrierenden Diamantenkonzerne, beschlossen dann aber, ihre Kräfte zu bündeln und die Unternehmen zu konsolidieren. De Beers Consolidated Mines Limited wurde gegründet und wuchs schnell zum weltweit führenden Diamantenproduzenten.

A Diamond Is Forever

In den Anfangsjahren konzentrierte sich De Beers auf die Steigerung des Diamantenangebots durch die Konsolidierung der Diamantenminen in Südafrika und die Entwicklung neuer Abbautechniken. In den 1930er Jahren startete De Beers eine Marketingkampagne, um Diamanten als Symbole für Liebe und Engagement zu bewerben. Die Kampagne sollte die Nachfrage nach Diamanten ankurbeln, die aufgrund der Weltwirtschaftskrise zurückgegangen war. De Beers führte das Konzept des "diamantenen Verlobungsrings" ein und popularisierte die Idee, dass ein Mann zwei Monatsgehälter für einen Diamantring für seine Verlobte ausgeben sollte. Diese Marketingkampagne war sehr erfolgreich und wurde schließlich vom bereits erwähnten Slogan “A Diamond Is Forever” gekrönt.

Die Marke De Beers

In den folgenden Jahrzehnten baute De Beers seine Aktivitäten weiter aus und investierte in neue Minen in aller Welt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kontrollierte das Unternehmen bis zu 90 % des weltweiten Diamantenangebots. In den 1990er Jahren begann der Marktanteil von De Beers jedoch zu sinken, als neue Diamantenproduzenten und synthetisch hergestellte Diamanten auftauchten und der Wettbewerb in der Branche zunahm. Als Reaktion darauf begann De Beers, sich auf Markenbildung und Marketing zu konzentrieren, um seine Wettbewerbsposition zu halten. Dazu zählte die Vermarktung des “right-hand rings” für alleinstehende Frauen, der als Symbol ihrer Unabhängigkeit und Selbstständigkeit gedacht ist.

Heute ist De Beers immer noch ein wichtiger Akteur in der Diamantenindustrie, aber nicht mehr die dominierende Kraft, die das Unternehmen einmal war. Der Konzern befindet sich mittlerweile mehrheitlich (zu 85 %) im Besitz von Anglo American, einem multinationalen Bergbauunternehmen und deckt die gesamte Diamanten-Wertschöpfungskette ab: Angefangen bei der Produktion (die auch synthetische Diamanten beinhaltet), über die Veredelung, bis hin zum Vertrieb. Unter anderem über die Eigenmarke De Beers Forevermark.

Berühmte Diamanten von De Beers

Die Minen von De Beers haben im Laufe der Zeit viele berühmte und kostbare Diamanten hervorgebracht. Einige der bekanntesten sind:

  1. Golden Jubilee

Den ursprünglich 755,5-karätigen Rohdiamanten, aus welchem später der Golden Jubilee wurde, fand De Beers im Jahr 1985 in der Premier Mine in Südafrika. Heute ist er mit 545,67 Karat der größte geschliffene Diamant der Welt. Trotz seiner Größe fristete der Golden Jubilee Diamant lange Zeit ein Schattendasein, was mit seiner von vielen als unansehnlich erachteten, gelbbraunen Farbe zusammenhing. De Beers traf schließlich die Entscheidung, den Golden Jubilee dafür zu verwenden, neue Schleifmethoden und Werkzeuge zu testen und es entstand ein wunderschöner Stein, der heute Teil der Thailändischen Kronjuwelen ist.

  1. Pink Star

Der “Fancy Diamond” wurde 1999 von De Beers im afrikanischen Botswana geschürft, geschnitten, geschliffen und poliert. Er gilt als der bislang teuerste Diamant der Welt und wurde 2017 für 71,2 Millionen Dollar versteigert.

  1. Centenary

Er ist der viertgrößte Diamant, der je in De Beers Premiere Mine in Südafrika gefunden wurde. Der Rohdiamant war ursprünglich 599,10 Karat schwer. Nach vollendetem Schleifen und Polieren wog der außergewöhnlich reine Diamant 273 Karat. Aktuell wird der Wert des Centenary aufgrund seiner einzigartigen Charakteristika auf bis zu 100 Millionen Euro geschätzt.

Diamanten als zeitloses Investment

Natürlich dürften die wenigsten Privatanleger über die finanziellen Mittel verfügen, um sich Diamanten für Millionenbeträge ins Depot zu legen. Doch es gibt auch Möglichkeiten, um mit weniger Kapital ein “solides” und überwiegend inflationssicheres Investment in Anlagediamanten zu tätigen. Denn Diamanten zählen zu den Sachanlagen, die aufgrund ihrer natürlichen Verknappung und gleichzeitig hohen Begehrlichkeit wertstabil sind und zudem ein attraktives Preissteigerungspotential besitzen. Da seit Jahrzehnten keine größeren Diamanten-Vorkommen mehr entdeckt oder erschlossen wurden, geht die Unternehmensberatung Bain davon aus, dass die Produktion von Naturdiamanten sinken oder allenfalls stabil bleiben wird. Vor allem farbige “Fancy” Diamanten sind aktuell sehr begehrt, aber gleichzeitig besonders selten und entsprechend teuer.

Anleger, die in faszinierende Diamanten investieren möchten, sollten allerdings - neben mehreren Tausend Euro - viel Fachwissen mitbringen, um den Wert eines Steins beurteilen zu können. Hierbei spielen nämlich die 4C-Qualitätskriterien eine Rolle: Farbe (Color), Reinheit (Clarity), Schliff (Cut) und Gewicht (Carat). Deshalb sollte jeder Edelstein individuell von Experten geprüft werden und ein Echtheitszertifikat (z.B. von GIA) mitbringen.

Für Anleger, die keinen Stein besitzen (und entsprechend aufwendig lagern), sondern nur die Renditechancen wahrnehmen möchten, empfehlen sich digitale Anteile. Bereits ab 500 Euro können FINEXITY-Investoren erstklassige, tokenisierte Anteile an Diamanten erwerben, die von Experten selektiert und geprüft wurden.

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