Diversifikation – Welche Risiken gibt es beim Investieren und wie kann ich sie minimieren?

Für eine erfolgreiche Investmentstrategie ist ein diversifiziertes Portfolio mit gestreuten Geldanlagen wesentlich. Durch die Verteilung Deines Anlagekapitals auf verschiedene Kapitalanlagen aus unterschiedlichen Risikoklassen und mit verschiedenen Laufzeiten, kannst Du das gesamte Risiko Deines Investments verringern. Doch auch hier gibt es Fehler, die Du möglichst bei Deiner Investitionsplanung vermeiden solltest, wenn Du das Maximum aus Deinem Investmentportfolio herausholen willst.

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Der größte Risikofaktor: Investieren ohne Plan und Struktur

Gerade bei einer diversifizierten Investmentstrategie kommt es sehr darauf an, in was Du investierst, wieviel Du investierst und wann Du investierst. Es reicht nicht, einfach nur Aktien zu kaufen, weil die Unternehmen vielversprechend klingen und die Aktien gerade günstig sind. Bei der Diversifikation versuchst Du, Deinen risikoreichen Anlagen risikoarme Kapitalanlagen entgegenzusetzen. Deswegen solltest Du Dir einen Plan machen, welche Aktien für Deine gestreute Investition in Frage kommen, damit am Ende ausfallende risikoreiche Investitionen von den risikoarmen Investitionen aufgefangen werden können. Hierbei spielen neben der Risikotoleranz der Geldanlage auch der Zeithorizont und die Renditeziele eine Rolle. Auch kommt es darauf an, ob Du Dein Portfolio wachstumsorientiert, einkommensorientiert oder stabilitätsorientiert gestalten willst.

Das Risiko einschätzen

Jede Geldanlage ist mit einem Risiko versehen. Du solltest bei jedem Investment das Risiko genau im Blick haben und überlegen, ob dieses mit den langfristigen Zielen Deiner Investitionsstrategie übereinstimmt. Hierbei solltest Du den perfekten Mittelweg zwischen aggressivem Investment mit hohem Risiko und konservativem Investment mit nur geringem Risiko finden. Die ausgewogene Mischung aus beiden Investitionsstrategien sorgt für ein gleichgewichtiges Portfolio, welches langfristig auch stabil bleibt. Um das Risiko einer Anlage korrekt einschätzen zu können, genügt ein Blick in den Anlageprospekt. Alle wesentlichen Informationen sind hier für Dich zusammengestellt. Hier findest du auch Informationen zur Risikobewertung des Finanzinstruments. Für gewöhnlich werden Finanzprodukte in fünf Risikoklassen eingeordnet, wobei Risikoklasse 5 das höchste Ausfallrisiko bedeutet. Besonders spekulative und hochgradig riskante Produkte wie Derivate sind bei vielen Banken und Depotanbietern oft in gesonderten Risikoklassen 6 und 7 aufgeführt.

Emotional handeln ist teuer

Investieren löst immer auch Emotionen aus. Jedoch solltest Du besonders im Umgang mit Finanzprodukten einen kühlen Kopf behalten. Impulsive Handlungen sollten vermieden werden. Dies gelingt Dir durch eine gut durchdachte Diversifizierungsstrategie. Denn selbst wenn die Aktienkurse fallen, kannst Du mit einem diversifizierten Portfolio Kursverluste ausgleichen. Hast Du beispielsweise auch in Rohstoffe oder Immobilien investiert, können Gewinne aus diesen Anlageklassen die Verluste aus anderen Klassen ausgleichen. Aktien überstürzt zu verkaufen oder hartnäckig an ihnen festzuhalten ist keine gute Strategie, wenn unerwartete Kursbewegungen auftreten. Mit der richtigen Diversifizierung ist Dein Portfolio bedeutend stabiler und kann Schwankungen und Ausfälle wesentlich besser ausgleichen. Du solltest Dich stets an Deinen langfristigen Plan halten und bei allen Käufen und Verkäufe rational statt emotional handeln.

Die richtige Diversifizierungsstrategie

Risikominimierung bei Vermögensanlagen ist nur durch Diversifikation möglich. Es ist daher für Dich nicht nur von besonderer Bedeutung in unterschiedliche Risikoklassen zu investieren, sondern auch in unterschiedliche Anlageklassen und Finanzprodukte. Indem Du die Anlagen in Deinem Portfolio streust und voneinander unabhängig gestaltest, erhöhst Du die Stabilität Deines Anlagekonzepts und minimierst Ausfall- und Verlustrisiken. Ein gut diversifiziertes Portfolio besteht daher nicht nur aus risikoarmen und risikoreichen Aktien, sondern vielmehr aus einer Investment-Mischung bestehend aus Anleihen, Rohstoffen, Aktien, Mischfonds, Indexfonds und Immobilienfonds. Um möglichen Schwankungen einzelner Branchen nicht schutzlos ausgeliefert zu sein, solltest Du außerdem in verschiedene Märkte investieren. Sektorübergreifende Investments sorgen für eine risikominimierende Diversifikation in Deinem Portfolio.

Für Dein Portfolio bedeutet Diversifizierung letztendlich aber nicht Renditemaximierung. Denn höhere Renditen kannst Du nur durch ein höheres Risiko erzielen. Indem Du aber Deine Anlagen diversifizierst, erzielst Du Renditestabilität, die für Deinen Vermögensaufbau unabdingbar ist. Voneinander unabhängige Investitionen in Anlagen aus verschiedenen Risikoklassen, Anlageklassen und die Nutzung verschiedener Finanzprodukte sind die Erfolgsfaktoren für ein stabiles und planbares Vermögenswachstum.

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