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Worauf muss man bei Instrumenten-Investments achten?

Worauf muss man bei Instrumenten-Investments achten?

FINEXITY
4 Minuten 
gelesen
December 8, 2023

Instrumenten-Investments statt Inflation

In Zeiten niedriger Zinsen, hohen Immobilienpreisen und turbulenten Aktienmärkten suchen viele Menschen nach alternativen Möglichkeiten, Ersparnisse sicher anzulegen oder gar zu vermehren. Streichinstrumente stellen in diesem Kontext eine attraktive Portfolio-Beimischung dar, weil sie außer einem künstlerischen auch einen außerordentlich hohen wirtschaftlichen Wert haben können. 

Nicht selten werden klassische italienische und französische Violinen für fünf-, sechs- oder sogar siebenstellige Summen gehandelt und erzielen laut der Fuchs-Taxe seit mehr als einem Jahrhundert einen stetigen jährlichen Wertzuwachs von fünf bis acht Prozent. In den vergangene Jahren waren sogar deutlich zweistellige Renditen möglich: Schmuckstücke von Stradivari, Amati, Gofriller oder Guarneri brachten je nach Zustand etwa acht bis 15 Prozent jährlich. 

Diese Renditechancen sind zu einem Großteil auf das aktuelle Inflationsumfeld zurückzuführen, kennen aber auch andere Einflussfaktoren. So ist z.B. das Angebot an seltenen und alten Instrumenten begrenzt, während die Nachfrage stetig steigt. Vor allem von Käufern aus China und Korea, die für mehr Wettbewerb und hohe Marktpreise sorgen.

Augen auf beim Instrumenten-Kauf

Der Preis eines Instruments wird dabei insbesondere von Kriterien wie dem Seltenheitswert, dem Zustand und der Qualität beeinflusst. Da eine Geldanlage mit Streichinstrumenten letztlich auf der Erwartung höherer Preise in der Zukunft beruht, ist eine sorgsame Selektion von Spitzeninstrumenten entscheidend für den Anlageerfolg. Denn die Rendite ergibt sich nur aus der Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis.

Deshalb sollten Instrumenten-Investoren vor dem Ankauf auf folgende Kriterien achten:

  • Berühmter Hersteller bzw. Geigenbauer

An der “Spitze des Eisberges” stehen zweifelsohne Antonio Stradivari und Giuseppe Guarneri del Gesù. Mehr als tausend Instrumente hat Antonio Stradivari bis zu seinem Tod 1737 hergestellt, ein paar hundert sein Nachbar del Gesù. Davon sind etwa 600 Geigen, 60 Celli und zwölf Violen, die im Innern einen Stempel mit den Initialen Stradivaris tragen, und gut 140 Violinen aus der Werkstatt Guarneri del Gesùs noch erhalten. Der Kult um die 300 Jahre alten Violinen hat die Preise in den vergangenen Jahrzehnten in teils zweistellige Millionenhöhe getrieben. Doch auch Nicola Amati, Matteo Gofriller oder Jean-Baptiste Vuillaume gingen als Hersteller von Streichinstrumenten in die Musikgeschichte ein. 

  • Einzigartiger Klang

Besonders wichtig sind selbstverständlich der Klang und die Spieleigenschaften eines Instruments. Die Qualität einer Geige kann jedoch nie auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden – weder auf einen geheimnisvollen Lack, noch auf eine besondere Beschaffenheit des Holzes. Viele antike Instrumente, die sich durch eine unverkennbare Reife im Ton auszeichnen, sind deshalb sowohl “aus einem besonderen Holz geschnitzt”, als auch durch die einzigartige Fähigkeit ihres Erschaffers gekennzeichnet.

  • Provenienz

Als Wertanlage geeignete Instrumente findet man zumeist bei Auktionen, bei Geigenbauern oder einigen Geigenhändlern. Interessenten sollten beim Ankauf jedoch darauf achten, dass das Instrument eine lückenlose Provenienz hat. Herkunftsnachweise sorgen zum einen dafür, dass der Käufer kein gestohlenes oder unechtes Instrument erwirbt. Zum anderen kann er mittels einer lückenlose Provenienz sicherstellen, ob die Geige, Bratsche oder das Cello professionell gelagert und gepflegt wurde, und wie viele Vorbesitzer es gab.

  • Besondere Historie

Hierzu zählen eine außergewöhnliche Geschichte, die ein Instrument “erlebt” hat ebenso, wie bekannte Musiker, die darauf gespielt haben. Das teuerste Cello der Welt, “Mara”, war beispielsweise bereits ein Mythos, nachdem es 1711 Antonio Stradivaris Werkbank verlassen hatte. Zur Legende wurde es aber in der Nacht des 12. Juli 1963, als der Musiker Amadeo Baldovino in Montevideo die Fähre nach Buenos Aires bestieg. Als diese auf ein gesunkenes Wrack auflief und Feuer fing, sprang Baldovino mit dem Cellokoffer ins Wasser, verlor diesen aber aus den Augen. Später tauchte “Mara” jedoch tatsächlich in Einzelteilen wieder auf und wurde sorgsam rekonstruiert. Ihr Wert wird gegenwärtig auf über zehn Millionen Dollar geschätzt.

Neben einer fesselnden Geschichte kann ein Instrument auch deswegen berühmt (und wertvoll) werden, weil es über Jahre hinweg von einem prominenten Musiker gespielt wurde. Das Spiel hat zudem noch einen wichtigen Nebeneffekt: Hochwertige Exemplare müssen regelmäßig gespielt werden, da sie sonst an Klangqualität einbüßen können. Dies erklärt auch die Tatsache, dass die wertvollsten Instrumente aus den bekannten Privatsammlungen dieser Welt regelmäßig an namhafte Künstler verliehen werden.

  • Tadelloser Zustand

Doch auch das seltenste Instrument vom besten Hersteller mit einer lückenlosen Provenienz ist nicht als Wertanlage geeignet, wenn der Zustand nicht einwandfrei ist. Hierbei spielen u.a. der Lack bzw. die “Patina”, sowie die fachkundige Reparatur eines Instruments eine wichtige Rolle. Diese Kriterien können jedoch nur von Experten beurteilt werden, weshalb das Einholen eines Gutachtens dringend empfohlen wird.

Attraktive Sachwerte - für Musikliebhaber und Anleger

Für den Laien sind all die genannten Punkte kaum vernünftig einzuschätzen, weshalb Anleger vor dem Kauf der extrem teuren Instrumente stets das Gespräch mit einem oder mehreren Experten suchen sollten. Auch gilt der Markt als intransparent. Deshalb stehen Käufer stets vor der Herausforderung, einen vertrauenswürdigen Geschäftspartner zu finden. 

FINEXITY prüft als Plattform für digitalisierte Instrumenten-Investments Faktoren wie Provenienz, Qualität und Wert und wählt für Anleger nur die potenziell besten Instrumente aus. Das gelingt über ein erfahrenes und global vernetztes Partnernetzwerk von führenden Händlern und durch die Kooperation mit renommierten Orchestern, die erworbene Instrumente an Musiker verleihen. Darüber hinaus wird durch die professionelle Analyse der Märkte und Markttrends der optimale Verkaufszeitpunkt antizipiert und die größtmögliche Rendite realisiert - und das bereits ab einem Anlagebetrag von 500 Euro.

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