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Welche Krise? Der globale Luxusmarkt dürfte auf 1,5 Billionen Euro gewachsen sein

Welche Krise? Der globale Luxusmarkt dürfte auf 1,5 Billionen Euro gewachsen sein

FINEXITY
4 Minuten 
gelesen
January 18, 2024

Luxus läuft auch in der Krise

Vor allem dank einer kaufkräftigen, asiatischen Kundschaft verzeichnete der Luxusgütermarkt  im vergangenen Jahr ein Wachstum auf breiter Front. So dürfte das gesamte Highend-Geschäft 2023 laut der 22. Ausgabe der "Luxury Goods Worldwide Market Study", einer Studie der Unternehmensberatung Bain & Company und des italienischen Luxusgüterverbands Fondazione Altagamma, auf rund 1,5 Billionen Euro gewachsen sein.

Die Nachfrage in China stieg dabei um neun Prozent, in Südostasien um acht Prozent und in Japan um beeindruckende 17 Prozent. Dort beflügelten sowohl die lokale Kundschaft als auch der schwache Yen und der damit verbundene Touristenanstieg das Luxusgeschäft. In Europa hat sich der Umsatz durch Luxustourismus fast auf das Vorniveau der Pandemie erholt, mit einer erwarteten Zunahme um sieben Prozent auf 102 Milliarden Euro im Bereich der persönlichen Luxusgüter. Die US-Luxuskundschaft ist nach wie vor kaufkräftig, hat aber vor allem weiterhin im Ausland konsumiert, da der starke US-Dollar Käufe in Übersee begünstigt hat.

Luxury Goods Study: Das sind die Schlüsselsegmente

Doch was macht Luxusgüter sogar in Zeiten hoher Inflation und globaler, wirtschaftspolitischer Krisen so attraktiv? Zum einen gelten manche Kategorien, wie z.B. Schmuck oder Luxusautos als Wertspeicher bzw. Geldanlage mit Renditepotenzial, die sich relativ unabhängig vom Marktgeschehen entwickeln kann. Diese Eigenschaft macht Luxusgüter als Assetklasse interessant. Zum anderen zeugt ihr Besitz von einem bestimmten gesellschaftlichen Status. Die Exklusivität von Luxusartikeln vermittelt dem Käufer ein Gefühl der Besonderheit. Deshalb werden in der Volkswirtschaftslehre Luxusgüter in der Regel als superiore Güter definiert, deren Nachfrage im Gegensatz zu notwendigen Gütern mit zunehmendem Einkommen überproportional steigt.

  • Luxusautos

Der Besitz eines Luxuswagens wie z.B. eines Bentley, Mercedes-Maybach, Porsche, Lamborghini, Ferrari oder Rolls-Royce gilt als ultimatives Statussymbol. Unter anderem dank der finanzkräftigen asiatischen Kundschaft ist der Markt 2023 gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen.

  • Designermode, Parfüm, Accessoires, Schmuck

Das Schlüsselsegment der persönlichen Luxusgüter - dazu gehören unter anderem Designerkleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfüm und Schmuck - verzeichnete 2023 ein anhaltendes Wachstum. Bis Ende des Jahres wird es voraussichtlich um vier Prozent gegenüber 2022 zulegen und sich dann auf insgesamt 362 Milliarden Euro belaufen. Allein der Markt für Schmuck hat im Jahr 2023 voraussichtlich einen Wert von 30 Milliarden Euro erreicht, da sich Edelmetalle sowie auch einzelne Diamanten gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als attraktive, wertstabile Investments erweisen.

  • Luxusurlaube und Gastronomie

Der Markt für Luxusgastronomie und Hotellerie hat aufgrund des “Nachholeffekts” das Niveau von vor der Pandemie überschritten und wird in diesem Jahr voraussichtlich um 13 bis 15 Prozent wachsen. Auch hat die Zahl der Partnerschaften zwischen Luxury-Brands und Hotels zugenommen. So zum Beispiel Givenchy im Topping Rose House in den Hamptons, der Fendi Beach Club im Puente Romano Beach Resort in Marbella und Dioriviera im The Beverly Hills Hotel.

Investieren in den Wachstumsmarkt Luxus

Auch über das Jahr 2024 hinaus dürften einige Schlüsseltrends zum weiteren Branchenwachstum beitragen. Dazu zählen eine Verschiebung des Luxus-Geschäfts von etablierten Kernmärkten hin zu Schwellenländern, die zunehmende Bedeutung des rasant wachsenden Onlinegeschäfts und die markenbewusste Generation Z. Während die Generationen X und Y derzeit den Markt für persönliche Luxusgüter dominieren und in näherer Zukunft die Kernklientel stellen, setzt die aufstrebende Generation Z zunehmend Impulse im sozialen und kulturellen Bereich. Ihr Streben nach besonderen Erlebnissen und Sinn beeinflusst nicht nur ihre eigenen Kaufentscheidungen, sondern prägt auch die Wertvorstellungen anderer Generationen. Bis 2030 dürfte die Generation Z voraussichtlich 25 bis 30 Prozent der Umsätze generieren, während der Anteil der Generation Y bei rund 50 Prozent liegt. Statista prognostiziert für den Luxusgütermarkt (ohne Reisen und Autos) einen weiteren, stetigen Umsatzanstieg um 3,33 Prozent pro Jahr von 326 Milliarden Euro (2023) auf 384 Milliarden Euro (2028).

Doch wie können Anleger vom Luxus-Trend profitieren? Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Es kommt darauf an. Wer über sehr viel freies Kapital verfügt, kann natürlich ein Classic Car oder einen hochkarätigen Diamanten erwerben, den mit dem Besitz verbundenen Prestigefaktor genießen und auf eine Wertsteigerung hoffen. Doch auch Anleger, die keine Millionen auf dem Konto haben, können in Luxus investieren. Zum Beispiel, indem sie sich Aktien von Luxus-Marken oder Holdings wie LVMH, Hermès oder Kering ins Depot legen, die - ausgenommen Hermès - viele Brands unter ihrem Dach vereinen.

Oder aber über digitale Anteile an Luxusgütern, wie Classic Cars oder Diamanten. Denn FINEXITY eröffnet Privatanlegern die Chance, bereits ab 500 Euro wie ein Eigentümer von deren Wertsteigerungspotenzial zu profitieren - und das bei voller, finanzieller Flexibilität.

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