Home
 / 
Blog
 / 
Multi-Asset
 / 
Top-5: Die teuersten Gemälde der Welt

Top-5: Die teuersten Gemälde der Welt

FINEXITY
4 Minuten 
gelesen
March 1, 2024

Unschätzbare Werte in Museen

Dieses Ranking enthält allerdings nur Gemälde, die dem Kunstmarkt zur Bewertung zur Verfügung stehen, also in Privatbesitz sind. Die Werke Alter Meister befinden sich meist im Besitz von Museen und sind daher nicht in dieser Top-5-Liste der teuersten Gemälde der Welt aufgeführt. Würde man diese Einschränkung außer Acht lassen, wäre die im Pariser Louvre ausgestellte Mona Lisa von Leonardo da Vinci das teuerste Gemälde der Welt. Am 14. Dezember 1962 wurde es auf 100 Millionen Dollar geschätzt, was im Jahr 2024 etwa 900 Millionen Dollar entsprechen würde.

“Salvator Mundi”, Leonardo da Vinci, 450,3 Millionen Dollar

Während Mona Lisa bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts geschützt im Louvre steht, hat  Leonardo da Vincis Werk Salvator Mundi eine wahre Odyssee hinter sich. Es verschwand zwei Jahrhunderte lang aus dem Blickfeld, bevor der "Erlöser der Welt" 2005 beschädigt und mehrfach übermalt auf einer kleinen Auktion in New Orleans wieder auftauchte. Ein Kunstkenner kaufte es für 1175 Dollar, ließ es restaurieren und untersuchen. Das Ergebnis: Tatsächlich handelte es sich um ein Werk Leonardo da Vincis. Zumindest zu einem Teil.

Denn einige Wissenschaftler zweifeln an der alleinigen Urheberschaft von Leonardo da Vinci und weisen darauf hin, dass bestimmte Aspekte der Komposition nicht ganz mit da Vincis Stil übereinstimmen. Eine gründliche Analyse, die 2018 vom Louvre durchgeführt wurde, ergab, dass sich das Kunstwerk wahrscheinlich allmählich entwickelt hat, wobei da Vinci die Hände und Arme möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt hat. Diese Entdeckung hat in der Kunstwelt für Diskussionen gesorgt - die die Mystik dieses berühmten Meisterwerks jedoch nur verstärkt haben.

Salvator Mundi wurde in der National Gallery in London ausgestellt und lockte Kunstfans aus aller Welt an. Später landete es im Privatbesitz eines russischen Oligarchen. Die triumphale Rückkehr des Kunstwerks gipfelte in einer Versteigerung bei Christie's New York im Jahr 2017, bei der es einen erstaunlichen Preis von 450,3 Millionen Dollar erzielte. Es ging an den arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und befindet sich somit in Privatbesitz. 

"Interchange", Willem de Kooning, 300 Millionen Dollar

Willem de Kooning, der als Vorreiter des abstrakten Expressionismus gilt, prägte die Stilrichtung mit seinen Werken, die oft auf Figuren, Landschaften und Stillleben basieren. “Interchange” repräsentiert den Wandel in de Koonings Werk von der Malerei von Frauen zu abstrakteren Stadtlandschaften. Im Mittelpunkt des Bildes steht das rosafarbene Zentrum, das eine Frau darstellt, die sich inmitten eines geschäftigen Hintergrunds zurücklehnt.

Das expressionistische Meisterwerk des niederländisch-amerikanischen Malers erzielte im September 2015 einen unerwarteten Höchstpreis. Bei einer privaten Transaktion von David Geffen an Kenneth C. Griffin, CEO des Hedgefonds Citadel, wechselte das Meisterwerk für erstaunliche 300 Millionen Dollar den Besitzer. Es ist derzeit im Art Institute of Chicago ausgestellt und zieht Kunstliebhaber aus der ganzen Welt in seinen Bann.

"Card Players", Paul Cézanne, 250 Millionen Dollar

Dieses Gemälde wurde 2011 von der königlichen Familie von Katar für 250 Millionen Dollar gekauft. Tatsächlich gibt es jedoch eine Serie von fünf Bildern mit dem Titel "The Card Players", die Paul Cézanne zwischen 1890 und 1892 geschaffen hat. Jedes Gemälde in dieser Serie zeigt Männer, die Karten spielen, und es wird als eines der Meisterwerke der modernen Kunst betrachtet. Denn im Gegensatz zu Cézannes früheren dramatischen und lebhaften Werken zeigt das Gemälde eine ruhige Szene mit zwei Männern, die in ein Spiel vertieft sind. Vier der “Kartenspieler” sind im Metropolitan Museum of Art, im Musée d'Orsay, im Courtauld und in der Barnes Foundation ausgestellt.

“Nafea Faa Ipoipo?”, Paul Gauguin, 210 Millionen Dollar

Der schwer auszusprechende Titel "Nafea Faa Ipoipo" stammt aus der tahitianischen Sprache und bedeutet übersetzt "Wann heiratest du?". Gauguin schuf das Bild im Jahr 1892 während seines Aufenthalts in Tahiti. Im Mittelpunkt des Gemäldes steht eine einheimische junge Frau, die eine weiße Blume im Haar trägt – ein Symbol dafür, dass die Person bereit für die Ehe ist – während ihre Mutter schützend über ihr sitzt. Gauguins Werk ist bekannt für seine lebendigen Farben und die Darstellung der exotischen Lebensweise auf der Insel. Auch dieses Meisterwerk ist mittlerweile in Katar beheimatet.

Ursprünglich hieß es, dass das Gemälde von dem Schweizer Geschäftsmann Rudolf Staechelin für sagenhafte 300 Millionen Dollar an einen katarischen Käufer verkauft wurde. Ein Rechtsstreit im Jahr 2017 ergab jedoch, dass der tatsächliche Verkaufspreis bei 210 Millionen Dollar gelegen hat.

“Number 17A”, Jackson Pollock, 200 Millionen Dollar

Der Milliardär Kenneth C. Griffin - Besitzer von “Intercharge” - war 2015 offensichtlich in Kauflaune und leistete sich auch noch “Number 17A” von Jackson Pollock für 200 Millionen Dollar. Es zeigt eine abstrakte Komposition aus farbigen Tropfen und Linien auf einer Leinwand. 

“Number 17A” ist eines von Pollocks frühen Tropf-Technik-Werken, bei denen er Farbe auf die Leinwand goss, um durch Bewegung Emotionen zu vermitteln. Das Gemälde, das als Leihgabe im Art Institute of Chicago ausgestellt ist, zieht Kunstliebhaber mit seiner explosiven Kreativität in seinen Bann und ehrt Jackson Pollock als einen der wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus. 

Investieren in Gemälde

Fine Art bietet nicht nur wenigen Superreichen die Möglichkeit, erlesene Werke renommierter Künstler zu besitzen, sondern hat auch für Privatanleger Potenzial. Denn gerade digitale Anteile exklusiver und kuratierter Kunstwerke eignen sich hervorragend zur Portfoliodiversifikation und können mit der Zeit an Wert gewinnen. So notierte beispielsweise der AMR All Art “Top Traded” Index, der die am häufigsten gehandelten Künstler bei Auktionen erfasst, 2023 trotz (oder wegen) aller wirtschaftspolitischer Unsicherheitsfaktoren auf einem All-Time-High.

Fanden Sie den Artikel hilfreich? Jetzt teilen auf

Mit dem Betätigen des Teilen-Buttons erteilen Sie freiwillig Ihre Einwilligung in die Weiterleitung auf die Webseite des Drittanbieters und die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu Zwecken des Teilens. Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Sie bestätigen die Datenschutzerklärung und das Transparenzdokument gelesen zu haben.